Beschreibung: Das Dräger-Röhrchen-Mess-System besteht aus Prüfröhrchen und einer Gasspürpumpe. Jedes Röhrchen enthält ein hochempfindliches Reagenzsystem, das präzise Messergebnisse ermöglicht. Der Aufbau der Kurzzeitröhrchen ist abhängig von der jeweiligen Messaufgabe, insbesondere von der zu messenden Substanz und dem zu bestimmenden Konzentrationsbereich. Aufgrund dieser Vorgaben unterscheiden sich die Kurzzeitröhrchen in: - Röhrchen mit einer Anzeigeschicht - Röhrchen mit einer oder mehreren Vorschichten plus Anzeigeschich - Kombination von zwei Röhrchen - Röhrchen mit Verbindungsröhrchen - Röhrchen mit Reagenzampulle - Röhrchen zur Simultanmessung Uns stehen 39 verschieden Kurzzeitröhrchen zur Verfügung, mit dem 33 unterschiedliche Substanzen in unterschiedlichen Konzentrationsbereichen gemessen werden können. Einsatzgebiete: Die Kurzzeitröhrchen sind zur Messung von Momentankonzentrationen an der Einsatzstelle bestimmt. Sie werden z.B. direkt an der Austrittstelle einer Substanz und in zuvor festgelegten Entfernungen (Umfeldmessung) eingesetzt. Folgende Einsatzsituationen können mit den Prüfröhrchen abgearbeitet werden:
1. Aufspüren von gefährlichen Stoffen Das Aufspüren von gefährlichen Stoffen ist die häufigste Variante eines Einsatzes von Prüfröhrchen. Dabei kommt es weniger darauf an bestimmte Stoffe zu identifizieren, sondern im Rahmen der Lageerkundung gefährdete Bereiche einzugrenzen oder Rauchgase auf ihre Toxität einzuschätzen. In erster Linie kommen in dieser Variante Simultantests zur Anwendung. Diese geben ausreichende Informationen über die Qualität und Quantität der Umgebungsatmosphäre.
2. Identifizierung von unbekannten Stoffen Das Identifizieren von unbekannten Stoffen ist die komplizierteste und in der Realität kaum mögliche Variante eines Prüfröhrcheneinsatzes. Anhand eines speziellen Prüfschemas müssen über mehrere Prüfschritte hin, die chemischen Eigenschaften des Stoffes so eingegrenzt werden, daß Rückschlüsse über mögliche Taktiken oder den Stoff selber gezogen werden können.
3. Bestätigung von bekannten Stoffen Diese Einsatzvariante von Prüfröhrchen wird angewendet, wenn bestimmte Stoffinformationen durch Beschriftung oder Kennzeichnung vorhanden sind. Bestimmte weiterführende Einsatzhandlungen benötigen Gewißheit darüber, ob die Kennzeichnung richtig ist oder nicht. Besonders bei Altlasten kann nicht immer davon ausgegangen werden. Sollte keine andere Informationsbestätigung möglich sein, kann diese Variante angewendet werden.
4. Qualitativer und quantitativer Nachweis von bekannten Stoffen Der qualitative und quantitative Nachweis von bekannten Stoffen mittels Prüfröhrchen, kommt zur Anwendung wenn der Stoff 100 %ig identifiziert ist (z.B. Chlorgasausbruch Schwimmhalle) In dem bestimmten Bereich wird nur dieser Stoff gelagert und es können mit dem entsprechenden Röhrchen Konzentrationsmessungen vorgenommen werden, ohne der Gefahr von Querempfindlichkeiten ausgesetzt zu sein.
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Letzte Aktualisierung ( Friday, 19. October 2007 )
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